Entscheidungsituationen im Alltag

Wir alle müssen jeden Tag viele kleine Entscheidungen treffen, bei denen unsere inneren Anteile schnell aneinander geraten können. Solche inneren Teamkonflikte können für Betroffene von Derma, Ony, Morsi und Trich schnell heikel werden. Zwei Beispiele.

Should I stay or should I go?

Anna ist raven, eine Freundin hat Geburtstag. Als die Sonne aufgeht überlegt sich Anna ob sie wachbleiben will und weiter tanzen (mit Club-Mate natürlich) oder ob’s nach Hause gehen soll. Sofort kriegen sich einige ihrer inneren Teammitglieder in die Wolle:

  • Raverin: „Bleiben natürlich! Club-Maaatteeeee!!!“
  • Kritische: „Du gehst sofort. Morgen musst du lernen!!“
  • Gute Freundin: „Jetzt nur nicht schlappmachen! Du willst doch deine Freundin nicht enttäuschen!“
  • Grundbedürfnis-Wächterin: „Schnell nach Hause! Man gebe mir ein Bett…“

 

raverin     arrow both ways frau rottenmeier

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Der innere Konflikt setzt Anna ganz schön unter Druck. Sofort fängt sie an zu knibbeln, ziehen oder kauen, damit sie ein wenig driften und so die inneren Streithähne ein Stück weit unterdrücken kann.

annaimnebel.

Wie geht es weiter? Naja, Anna entscheidet sich irgendwie, entweder sie geht oder sie bleibt. Wenn sie bleibt, kann es sein, dass sie weiter zieht, knibbelt oder kaut, weil die Kritische oder die Grundbedürfnis-Wächterin sich mit ihren Anliegen weiter melden, und Anna die Nebeldecke daher aufrecht erhalten muss. Oder aber sie trinkt genug Alkohol oder Club-Mate um die beiden auf andere Art zum Schweigen zu bringen. Wenn Anna sich entscheidet zu gehen, kann es sein, dass die Impulse trotzdem nicht aufhören (jedenfalls solange bis sie einschläft) – zum Beispiel weil die „gute Freundin“ jetzt ein schlechtes Gewissen hat und sich weiter meldet.

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Entscheidungsstress im Supermarkt

Einkaufen kann für Max ganz schön stressig werden. Er hat nicht unbegrenzt viel Geld und sein inneres Team kann sich oft nicht einigen, was gekauft werden soll.

  • Schleckermäulchen: „Es müssen vor Allem Kekse her“.
  • Gesundheitsbedachter: „Nein, vor Allem Obst und Gemüse.“
  • Sparfuchs: „Hauptsache so günstig wie möglich.“
  • Feinschmecker: „Also etwas Besonderes sollte es schon sein.“

 

cookiemonster  arrow both ways      gesundheitswächter

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sparfuchs  arrow both ways            feinschmecker2

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Wenn er vor dem Regal im Supermarkt steht, fängt Max oft an zu knibbeln, ziehen oder kauen. So kann er ein wenig driften und den inneren Konflikt etwas zudecken.

maximnebel.

Wie geht es weiter? Max entscheidet sich irgendwie, kauft etwas ein. Wenn Max Glück hat, ist der innere Konflikt vorbei, sobald er den Supermarkt verlässt – weil die unterlegenen Anteile einfach „aufgeben“. Es kann aber auch sein, dass die Impulse weitergehen – zum Beispiel weil sich der Sparfuchs weiter meldet, wenn Max zuviel Geld ausgegeben hat.

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Kategorie: mentaler Verursacher

“Should I stay or should I go” und „Entscheidungsstress im Supermarkt“ sind mentale Verursacher.

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Abwandlungen des Grundszenarios

Es gibt unendlich viele denkbare Situationen, in denen wir im Alltag kleinere Entscheidungen treffen müssen, die zu inneren Teamkonflikten führen können. 

 

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